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Roonterum gelungen

Heute kam der Roon Server. Der mußte natürlich gleich ausgepackt und unter die Lupe genommen werden. Ich werde mich in dem Beitrag nur mit dem eigentlichen Server befassen. Auf Fragen wie "Was ist Roon eigentlich?“ werde ich hier erstmal nicht eingehen. Dies hole ich nochmal in einem anderen Blog nach.
Roon ist in der Vergangenheit immer viel gefragt worden ob es auch eine Hardware Lösung von Roon für den Server geben wird, wo man kein PC, MAC oder NAS benötigt. Dies hat Roon zum Anlass genommen zwei Roon Server zu präsentieren: Nucleus und Nucleus+

Da ist er nun, in seinem eleganten Karton und wartet darauf ausgepackt zu werden. In unserem Fall der der Nucleus. Hierauf weißt nur das kleine Typenschild auf der Unterseite hin. Rein optisch unterscheidet er sich ansonsten von seinem größeren Bruder nicht. Getreu dem Motto auf die inneren Werte kommt es an, liegt der Unterschied der beiden Modelle genau hier. Der Nucleus kommt mit einem Intel i3, 4GB RAM und einer 64GB SSD. Sein großer Bruder hingegen mit einem i7, 8GB RAM und einer 128GB SSD. Der Nucleus ist für Musikbibliotheken mit bis zu 100.000 Musikstück ausgelegt und bis zu 6 Zonen gleichzeitig. Wenn es mehr sein darf oder muß, sollte man zum großen Bruder greifen. Die interne Festplatte ist „nur“ für die Datenbank gedacht und steht als Musikspeicher nicht zur Verfügung. Der Nucleus setzt die sogenannte Intel NUC Plattform ein, die Roon in einer speziellen Version erhält. Hier sind alle nicht benötigten Teile der Hardware deaktiviert um eine maximale Performance zu gewährleisten.
Was gleich beim aufmachen auffällt ist ein wirklicher stabiler und toll designter Umkarton. Ein schöner Klappdeckel läßt uns ins innere schauen. Ein kleiner schwarzer Kasten kommt zum Vorschein, der kompakter ist als die Bilder vermuten lassen. Damit findet er immer ein kleines stilles Plätzchen wo er seine Arbeit verrichten kann. Das rippenartige Design erinnert an eine große Stereoendstufe mit viel Kühlrippen im Miniformat. Als Zubehör befindet sich eine kleine Anleitung sowie das Netzteil und Schrauben für eine Festplatte im Karton.

Geöffnet wird der Nucleus von unten mit 5 Schrauben. Der Montageplatz für die Festplatte verbirgt sich gleich darunter. Damit entfällt ein lästiges Schrauben oder fummeln an dem Gerät. Befestigt wird die Festplatte mit zwei Schienen die sich mit jeweils Schrauben lösen lassen.
Ein paar Schrauben und 5 Minuten später ist der Nucleus mit einer Festplatte ausgerüstet. Somit ist es auch jedem ungeübten Schrauber problemlos möglich die Festplatte einzubauen. Nur der Schraubenzieher und der Inbus liegen dem Nucleus nicht bei. In unserem Fall hat eine Samsung SSD Evo 1TB Ihren Weg in den Nucleus gefunden.

Der Aufbau geht schnell von der Hand. Nur Netzwerk und Netzteil eingesteckt und schon kann es losgehen. Der Roon Server hat keine Lampe oder Display an der Front. Nur eine LED an der auf der Rückseite nach innenversetzten Einschalter verrät dass der Roon Server an ist. Der Start verläuft schnell und geräuschlos. Ich habe auch einmal den HDMI Ausgang an einen TV angeschlossen. Aber ausser seinem Namen und seiner IP Adresse verrät er uns nicht viel. Eine kurze Exkursion zum Rechner und der IP Adresse zeigt uns ein Konfigurationsfenster. Die hier angezeigten Punkte findet man auch später in der Roon App. Sodaß dies für den Betrieb keine Bedeutung hat. Die HDMI Schnittstelle erfüllt aber eine ganz andere Funktion. Auf diese gehe ich später noch ein.


Ab an das iPad und die Roon App gestartet. Diese fordert mich jetzt erstmal auf mir einen der gefunden Roon Server zu wählen. Nach Eingabe des Roon Zugangs und des Tidal Zugangs kann es dann auch gleich losgehen. Die Roon Lizenz ist nicht enthalten bei dem Nucleus oder Nucleus+ und muß separat erworben werden. Die Festplatte muß jetzt noch initialisiert werden. Dies geschieht über die Roon OS Einstellung im System. Hier einfach den internen Musikspeicher formatieren und schon steht dem Transfer der Musik auf den Roon Server nichts mehr im Wege. Diese ist jetzt in der Netzwerkumgebung zu finden.

Eine wirkliche einfache und schnelle Einrichtung. Hiervon könnten sich eine Menge Hersteller eine Scheiben von abschneiden. Dies geht doch bei dem einen oder anderen Hersteller deutlich schwieriger. 


Eine Frage blieb jetzt noch offen: Kann der Roon Server auch selber Musik abspielen, also als Streamer eingesetzt werden. Hierfür habe ich mir schnell unseren Dragonfly aus der Werkstatt geholt und eingesteckt. Nach einem Klick in die App war dieser dann sofort zu sehen und als Zone aktivierbar. Noch einen Kopfhörer eingesteckt und los ging es. Einziger Wermutstropfen war die fehlende Lautstärkenregelung in dieser Kombination. Damit kann man den Nucleus auch als Player nutzen. Aber es sollte noch besser kommen. Nachdem ich den Roon Nucleus mit eine AV-Receiver via HDMI verbunden habe tauchte dieser ebenfalls als aktivierbare Zone auf. Somit hatte ich also 2 Zonen am Roon Server die ich ansteuern konnte. Da war naheliegend diese auch mal unterschiedliche Musikstücke spielen zu lassen, und es kam wie es kommen musste. Es ging natürlich. Somit ist der Roon Server sogar in der Lage theoretisch 2 Zonen mit Musik zu versorgen. Auch wenn hier nicht seine Hauptaufgabe drin liegt.

Fazit: Der Roon Server hat zwar seinen Preis, aber für den Roon Nutzer auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Torge Schönberg, 11.06.2018

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